{"id":14,"date":"2015-08-10T09:45:07","date_gmt":"2015-08-10T07:45:07","guid":{"rendered":"http:\/\/focubreil.ch.cassius.sui-inter.net\/wordpress\/?page_id=14"},"modified":"2021-01-26T16:37:03","modified_gmt":"2021-01-26T15:37:03","slug":"architectura-e-baghetgs","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/focubreil.ch\/de\/architectura-e-baghetgs\/","title":{"rendered":"Architektur"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p class=\"p3\">Die Architektur in unseren D\u00f6rfern ist gepr\u00e4gt durch die pr\u00e4sente Landwirtschaft und die Sakralbauten. Was vielen Geb\u00e4uden gemein haben, ist die Verbundenheit zur Surselva und das Verwenden von lokalen Baustoffen wie Holz und Stein. So ist die Dichte an kunsthistorisch wertvollen Kirchen und Kapellen in Brigels beeindruckend.<\/p>\n<p><strong>Sakralbauten in Brigels<\/strong><\/p>\n<div class=\"txt_markup\">\n<p>Die Dichte an kunsthistorisch wertvollen Kapellen ist in Brigels einzigartig.<br \/>\nWenn Sie in Brigels ankommen, werden Sie von der kleinsten <strong>Kapelle Sankt Antonius<\/strong> (Songn Antoni) begr\u00fcsst.<br \/>\nIm Westen des Dorfes steht die <strong>Kapelle Sankt Jakob<\/strong> (Sogn Giacun). Sie wurde 1514 als Wegkapelle gebaut. Aus dem gleichen Jahr stammt auch die originale sp\u00e4tgotische Leistendecke mit masswerkgef\u00fcllten Kielbogen und zierlichen Blattranken an den L\u00e4ngs- und Querfriesen. 1697 wurde die Kapelle gegen Westen verl\u00e4ngert, das alte Portal versetzt und die Decke in Malerei entsprechend der alten nachgebildet. Im Chor steht ein einfaches Barockalt\u00e4rchen, das Jakob dem \u00c4lteren geweiht ist.&nbsp;<br \/>\nIm Norden des Dorfes unweit des Fl\u00e9mbaches befindet sich die <strong>Kapelle Sankt Martin<\/strong> (Sogn Martin). Die Entstehungsziet dieser Kapelle ist unbekannt. man weiss, dass sie in mehreren Etappen gebaut wurde. Das Prunkst\u00fcck dieser Kapelle bildet bildet der sehr gut erhaltene sp\u00e4tgotische Fl\u00fcgelaltar von 1518. Wahrscheinlich stammt er aus der Werkstatt des J\u00f6rg Lederer aus Kaufbeuren. Die Decke ist derjenigen von Sankt Jakob sehr \u00e4hnlich. Man vermutet, dass beide Decken aus der Werstatt von Hans Zinsler stammen.&nbsp;<br \/>\nAuf dem H\u00fcgel oberhalb des Dorfes erhebt sich die <strong>Kapelle Sankt Eusebius<\/strong> (Sogn Sievi). Es ist sicher die wertvollste der Brigelser Kapellen. Stolz wie eine Burg ragt der ungegliederte Bau mit dem schlanken romanischen Turm auf dem steilen H\u00fcgel empor. Das Glanzst\u00fcck der reichen Ausstattung bildet der sp\u00e4tgotische Altarschrein des Memminger Meisters Ivo Striegel &nbsp;vom 1486. Ins Auge sticht auch das grosse Dreik\u00f6nigsbild an der S\u00fcdwand der Kapelle. In naiver Fabulierfreude haben die Maler Cristoforo und Nicolao da Seregno den Zug der Hailigen Drei K\u00f6nige geschildert, wie sie nach Jerusalem ziehen, mit K\u00f6nig Herodes tafeln, nach Betlehem gelangen und schliesslich dem Jesuskind ihre Geschenke darbringen.&nbsp;<br \/>\nUnterhalb der Sankt Eusebius Kapelle befinden sich die <strong>Kapelle Sankt Georg<\/strong> (Sogn Gieri) mit dem Rokokoalt\u00e4rchen und der <strong>Bildstock Sankt Peter und Paul<\/strong> (Sogn Pieder e Paul) mit dem Gethsemane-Relief.&nbsp;<br \/>\nDie <strong>Pfarrkirche Maria Himmelfahrt<\/strong> (Ascensiun da Maria) befindet sich im Dorfzentrum.<br \/>\nZum ersten Mal wird die Pfarrkirche von Brigels Maria Himmelfahrt in der p\u00e4pstlichen Urkunde von 1185 erw\u00e4hnt. Aber schon damals konnte sie auf ein ansehnliches Alter zur\u00fcckblicken. Ob aber mit der im Tellotestament von 765 genannten Kirche \u00abad sanctam Mariam\u00bb die Kirche von Brigels gemeint ist, kann nicht eindeutig ausgemacht werden.<br \/>\nNach verschiedenen Dorfbr\u00e4nden im Verlaufe der vergangenen 1&#8217;200 Jahre, wurde die Kirche immer wieder aufgerichtet. Gleichzeitig wurde sie in verschiedenen Phasen vergr\u00f6ssert und den neuen Bed\u00fcrfnissen angepasst. Die Turmfundamente stammen aus dem 12. Jahrhundert. Im Jahr 1784 wurde dem Turm eine neue Dacheindeckung in sp\u00e4t barockem Stil aufgesetzt.<br \/>\nDie gr\u00f6sste Ver\u00e4nderung erfuhr die Kirche in den Jahren 1963\/1964. Damals war eine gr\u00f6ssere Renovation dringend n\u00f6tig. Weil die Kirche damals zu klein und eng war, war von Anfang an klar, dass die Pfarrkirche auch vergr\u00f6ssert werden m\u00fcsse. Der Architekt Georg Berther aus Z\u00fcrich machte 1962 den Vorschlag, die historisch wertvollen Teile (Turm und Chor) zu belassen und das Schiff abzureissen und zu verbreitern. Dem Architekten ist es damals erstaunlich gut gelungen, das neue Schiff trotz moderner Baumittel mit dem Erhaltenen zu verbinden.<br \/>\nDurch Nutzung und Witterung haben die 60 vergangenen Jahre Spuren am Objekt hinterlassen, die nicht zu \u00fcbersehen waren. Um weitere Sch\u00e4den zu vermeiden und insbesondere auch um den gesch\u00fctzten Bau l\u00e4ngerfristig in entsprechender Qualit\u00e4t erhalten zu k\u00f6nnen, war eine Sanierung dringend notwendig.<br \/>\nDie wesentlichen Eingriffe in der Geb\u00e4udesubstanz haben die W\u00e4rmedeckung der Decke im Kirchenschiff und Chor, den Ersatz der Fenster mit einer Isolier-Verglasung, eine neue Dacheindeckung, die Instandsetzung der Kirchenschiff- und Turmfassaden, die Reinigung der der Kirchen-Innenw\u00e4nde mit Konservierung der Alt\u00e4re, Fresken, Bilder und Statuen, die Erneuerung der Beleuchtung- Heizungs- und L\u00fcftungstechnik sowie deren Steuerung betroffen.<br \/>\nZusammengefasst kann man festhalten, dass die Pfarrkirche Brigels mit dem alten Chor, dem neuen Schiff und dem barocken Turm eine historische Abfolge der Entwicklung an die Bed\u00fcrfnisse der jeweiligen Zeit darstellt. Die abgeschlossene Restauration rettet dieses wertvolle Kulturgut f\u00fcr die kommenden Generationen.<br \/>\nAm Sonntag, den 20. September 2020 hat der Apostolische Administrator, Bischof Peter B\u00fcrcher, die im neuen Glanz sanierte Kirche gesegnet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kirchen-online.org\">Kirchen und Kapellen<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Architektur in unseren D\u00f6rfern ist gepr\u00e4gt durch die pr\u00e4sente Landwirtschaft und die Sakralbauten. Was vielen Geb\u00e4uden gemein haben, ist die Verbundenheit zur Surselva und das Verwenden von lokalen Baustoffen wie Holz und Stein. So ist die Dichte an kunsthistorisch wertvollen Kirchen und Kapellen in Brigels beeindruckend. 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