{"id":4011,"date":"2024-01-11T16:49:08","date_gmt":"2024-01-11T15:49:08","guid":{"rendered":"https:\/\/focubreil.ch\/?page_id=4011"},"modified":"2024-01-11T17:06:54","modified_gmt":"2024-01-11T16:06:54","slug":"bilderausstellung-charles-flach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/focubreil.ch\/de\/faustapiuniera\/hommage\/bilderausstellung-charles-flach\/","title":{"rendered":"Bilderausstellung Charles Flach"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Vernissage fand am 16. Juli 2023 um 17.00 Uhr in der Casa Fausta Capaul statt. \u2028Die Ausstellung d\u00fcrfen Sie gerne ab dem 18. Juli 2023 besuchen.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/focubreil.ch\/faustapiuniera\/exposiziun-da-maletgs-da-charles-flach\/die-vernissage\/\">&gt; zur Vernissage<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3561\" src=\"https:\/\/focubreil.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/02_charles-flach-01_front_gallery_first.jpg\" alt=\"\" width=\"760\" height=\"617\" srcset=\"https:\/\/focubreil.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/02_charles-flach-01_front_gallery_first.jpg 760w, https:\/\/focubreil.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/02_charles-flach-01_front_gallery_first-300x244.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><\/p>\n<h3>Biografie<\/h3>\n<p>Charles Flach, geboren 1863, studierte Ingenieurwissenschaften in Dresden und Hannover und arbeitete als Ingenieur in einem Bergwerk in S\u00fcdengland. 1887 wandte er sich der Malerei zu, die er zuerst in der Schule Hubert Herkomer\u2019s in Bushey, dann bei Roll und Besnard an der Pariser Akademie studierte. Seine Arbeit als Ingenieur brachte ihn nach Australien und Marokko in leitende Positionen. Krankheitsbedingt verbrachte er immer wieder l\u00e4ngere Aufenthalte in der Schweiz. Seine Luftkuren bringen ihn nach Brigels, wo er sich das erste Mal im Jahr 1881 im G\u00e4stebuch der jungen Fausta Capaul eintr\u00e4gt. Er bleibt Brigels treu und besucht das Dorf und seine Bewohner nicht weniger als 23 Mal bis ins Jahr 1924. Seine Aufenthalte in der Casa Fausta Capaul dauern mehrere Wochen bis mehrere Monate.<\/p>\n<p>Den in Brigels gesch\u00e4tzten Maler soll man in den Gassen mit seiner Staffelei angetroffen haben. Manches Kind und auch Erwachsene haben sich gerne f\u00fcr ein Portrait hingesessen und sind f\u00fcr ein Trinkgeld geduldig stillgesessen. Charles Flach stirbt 1933 in Paris.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ausstellungen<\/h3>\n<p>Gleich mehrere Jahre konnte der \u00abMaler von Brigels\u00bb an der \u00abTurnusausstellung des schweizerischen Kunstvereins\u00bb im Kunsthaus Z\u00fcrich jeweils einige Bilder ausstellen. Diese j\u00e4hrlich wiederkehrenden Ausstellungen hatten zum Ziel verschiedene K\u00fcnstler:innen und verschiedene Disziplinen den Ausstellungsbesuchern vorzustellen. Insgesamt konnte Flach in 5 Jahren 12 Werke in Pastell und Gouache ausstellen. Einige tragen Titel, die eine Verbindung zu Brigels aufzeigen, wie ein Pastellbild mit dem Titel \u00abTschupina\u00bb, welches er f\u00fcr 250.- Fr anbietet.<\/p>\n<p>Im Jahr 1911 oder 1912 kann Charles Flach etwa 30 Werke in einer Ausstellung im Kunstmuseum in Bern zeigen. Die in Pastell, Gouache, R\u00f6tel und Kohle gestalteten Portraits, Landschaften und Genrebilder sind eher klein, h\u00f6chstens 49&#215;35 cm gross und werden f\u00fcr einen Preis zwischen 50 und 2000 Franken angeboten. Die Mehrheit der Bilder in der Ausstellung in Bern tragen Titel, welche in direkter Verbindung mit Brigels stehen: Alte Weberin in Brigels, Brigels im Winterkleide, Blumige Wiese mit Brigelser H\u00e4usern, Alte Brigelserin im Sonntagskleide, Brigelser Schulhaus im Winter, Tschupina, Winterstimmung (Brigels), Erntezeit (Brigels), Kreuz (mit Tumbif), Kistenst\u00f6ckli, \u2026 Die Originalquittung zeigt, dass Charles Flach den stattlichen Erl\u00f6s von 920.- Fr. aus der Ausstellung mit nach Hause nehmen konnte. Einer Notiz nach soll Charles Flach auch in Paris und Basel ausgestellt haben.<\/p>\n<p>Im Jahr 1980 hat Dr. Pius Tomaschett (1923-2006) in der stiva d\u2019art Sursilvana in der Cuort Ligia Grischa in Trun eine Ausstellung von Charles Flach organisiert. In den letzten Lebensjahren des K\u00fcnstlers soll die bereits in die Jahre gekommene Fausta eine beachtliche Anzahl Bilder gekauft haben. So war und ist die Casa Fausta Capaul Besitzerin von vielen Bildern von Charles Flach. Von da aus haben sie sich in weitere Stuben verteilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Stil<\/h3>\n<p>Charles Flach Werk zeigt den Blick eines Fremden auf ein Bergdorf und auf dessen Alltag. Seine Eindr\u00fccke zeichnet und malt der K\u00fcnstler wahrscheinlich jeweils direkt vor dem Motiv mit Kohle, Pastell, Kreidepastell, Aquarell und \u00d6l auf Papier, Karton oder Leinwand. Sein Werk umfasst Landschaften, Portr\u00e4ts und Genrebilder. So lassen sich auf den Bildern die H\u00e4user und Gassen von Brigels erkennen, die Umgebung mit Bergen, Wiesen und Feldern, Dorfbewohner \u2013 Erwachsene wie auch Kinder \u2013 als Portrait oder bei der Arbeit auf dem Feld.<\/p>\n<p>Wie Pieder Antoni Livers (1914 &#8211; 1999), ehemaliger Lehrer von Brigels, in einem Artikel in der Gasetta Romontscha schreibt, sind die Bilder des Brigelser Malers im Realismus einzuordnen. Es seien Bilder, welche leicht zu verstehen sind \u2013 ohne ausgedehnte Erkl\u00e4rungen. Sie zeigen einen allt\u00e4glichen Blick. Einige Bilder sind sehr naturalistisch gepr\u00e4gt und sind der \u00abWahrheit\u00bb verpflichtet. Die Formrichtigkeit und die Erscheinungsfarbe zeigen eine realistische Wahrnehmung der Szenerie. Dies ist bei einigen Portr\u00e4ts sehr gut zu erkennen, welche die Person mit all ihren Falten und Makeln zeigt und kein Bisschen idealisiert.<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit war die Malerei im Impressionismus bereits auf der Suche nach einer anderen Form des Ausdrucks. F\u00fcr die Impressionisten ist die naturalistische Abbildung erstmals nicht mehr oberstes Ziel. Die K\u00fcnstler bem\u00fchen sich um die Darstellung des Augenblicks. Die Farbe \u00fcbernimmt die inhaltliche Hauptaufgabe. In einigen Landschaftsmalereien ist dieser impressionistische Einfluss auch bei Flach in Ans\u00e4tzen erkennbar. Die Konturen sind nicht mehr so klar erkennbar, der Duktus wird vorherrschender und die Farben vermischen sich erst im Auge des Betrachters.<\/p>\n<p>&lt; <a href=\"https:\/\/focubreil.ch\/faustapiuniera\/hommage\/\">zur\u00fcck<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vernissage fand am 16. 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