Die Schanzen von Rubi-sut

1789 hat man in der Schlucht in Rubi-sut Schanzen errichtet, um gegen die Franzosen zu kämpfen, falls diese von Linthal über den Kistenpass kommen sollten.

Das entsprechende Dokument befindet sich im Gemeindearchiv und enthält folgenden Inhalt:

Am 29. September des Jahres 1798 ist unsere Gemeinde (Brigels) einhellig übereingekommen, beauftragt vom löblichem Kriegsrat unserer löblichen Gerichtsgemeinde (der Cadi), zur Halde zuvorderst in der Schlucht von Rubi hinaufzugehen. Dort wurden zwei Schanzen errichtet, gut, aber nur gemauert. Und es wurden Steine bereitgestellt, um sie hinunterzurollen, und dies als Schutzwehr gegen die Franzosen, die in Linthal waren; wobei die löbliche Gemeinde Trun auch dazu aufgeboten worden wäre, falls wir dies nötig gehabt hätten, aber wir kamen ohne sie aus, denn alle (von Brigels) machten mit, eine Person pro Haushalt, und alle haben dies nach bestem Wissen und Können gemacht.

Der Historiker Jürg Stüssi-Lauterburg sagt dazu: «Das waren Vorbereitungen für den Fall eines späteren Angriffs der Franzosen wie sie ihn ja 1799 tatsächlich ins Auge gefasst haben. Kein Kriegsereignis, sondern eine zeitige Vorbereitung, um die Verteidigung zu erleichtern.» Es kam in Val Frisal zu keiner kriegerischen Auseinandersetzung. Die Schutzwehren aber, sie sind geblieben und zeugen von einem bemerkenswerten Sachverhalt in jener Zeit im Kampf gegen die Franzosen.

Der Verein Forum cultural Breil beabsichtigt, die zum Teil eingewachsenen Schutzwehren im Sommer 2021 wieder in Stand zu stellen.